Naturkatastrophen, Extremwetterlagen und deren Folgen treffen immer häufiger auch Kultureinrichtungen. Eine Bewältigung derartiger Schadensereignisse allein auf lokaler Ebene ist oft nicht mehr möglich. Immer bedeutsamer wird daher eine überregional vernetzte Infrastruktur für den Kulturgutschutz mit entsprechender personeller und technischer Ausstattung.
Für Bayern wurden ein “Abrollbehälter Kulturgutschutz” nach dem Vorbild des bereits im Einsatz bewährten Abrollbehälters des Notfallverbundes Köln und ein “Abrollbehälter Kühlung” beschafft. Es handelt sich dabei um Container, die per LKW transportiert werden können. Im “Abrollbehälter Kulturgutschutz” wird havariertes Kulturgut dokumentiert, gereinigt und für den Weitertransport oder die Einlagerung verpackt. Der “Abrollbehälter Kühlung” dient dem Transport und der kurzfristigen Einlagerung von geschädigtem Kulturgut und dem Transport weiterer Materialien für die Erstversorgung. Beide Abrollbehälter stehen an einem logistisch gut erreichbaren Standort im Raum München für den überregionalen Abruf über den Notfallverbund Bayern bereit. Die finale Entscheidung, ob ein Anlass für eine Anforderung des Containers vorliegt, trifft der Notfallverbund Bayern. Über den Notfallverbund wird auch die Mannschaft des Containers – abgestimmt auf das jeweils betroffene Kulturgut – alarmiert. Die Feuerwehr Unterschleißheim oder der Landesfeuerwehrverband Bayern e.V. übernehmen den Transport der Abrollbehälter zum Einsatzort.