Die Transformationszeit nach 1989 war in Ostdeutschland eine Phase tiefgreifender gesellschaftlicher Veränderungen, deren Auswirkungen bis heute nachwirken. Museen sind dabei nicht nur Orte der Auseinandersetzung mit dieser Zeit, sondern selbst Akteure und Zeitzeugen der tiefgreifenden Umbrüche. Ziel der Tagung ist es, die Handlungsräume und Wirkungskräfte von Museen im gesellschaftlichen Wandel am Beispiel der 1990er-Jahre sichtbar zu machen. Darauf aufbauend sollen zudem künftige Sammlungs- und Vermittlungsstrategien diskutiert werden.
Der Call for Papers richtet sich an Museen und Gedenkstätten, Universitäten, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie an eine interessierte Öffentlichkeit. Gesucht werden Beiträge, die sich mit museumsspezifischen Annäherungen an die 1990er Jahre befassen, darunter Ausstellungen, Sammlungs- und Vermittlungskonzepte, Zeitzeugen- und Outreach-Formate sowie Forschungen zur Entwicklung von Museen und Museumslandschaften in dieser Zeit. Einreichungsschluss ist der 30. Januar 2026.