Große Museen wie der Louvre in Paris, das MoMA in New York oder das Deutsche Museum in München präsentieren ihre Sammlungen auch online. Für kleinere Museen ist dieser Schritt jedoch oft mit erheblichen Herausforderungen verbunden: Technische Hürden, begrenzte personelle und finanzielle Ressourcen sowie Unsicherheiten bei Themen wie Datenqualität, Lizenzierung oder Barrierefreiheit erschweren die digitale Sichtbarkeit.
Die Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern begegnet diesen Herausforderungen mit einer praxisnahen Lösung: ab sofort steht ein neues Online-Sammlungsmodul zur Verfügung, das speziell auf die Bedürfnisse kleinerer Museen zugeschnitten ist. Begleitet wird das Angebot durch ein umfassendes Beratungs- und Fortbildungsprogramm, das Museen Schritt für Schritt auf dem Weg zur digitalen Sammlung unterstützt.
Den Auftakt macht das Herkomer Museum (externer Link, öffnet neues Fenster) in Landsberg am Lech, das als Pilotprojekt am 25. Oktober 2025 den Launch des neuen Online-Sammlungsmoduls feiert – exakt zehn Jahre nach seiner Wiedereröffnung. Damit präsentiert es erstmals über 660 digitalisierte Objekte aus seiner Sammlung online.
[Korrektur!] URL der Online-Sammlung des Herkomer Museums: https://herkomer.sammlungen-online.de (externer Link, öffnet neues Fenster)
In den kommenden Jahren sollen zahlreiche weitere Museen folgen. Der Fokus liegt dabei auf kleineren Häusern, für die diese nichtfinanzielle Förderung der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern eine entscheidende Unterstützung darstellt. Im Zentrum steht stets die Sammlung – das Herzstück eines jeden Museums. Das neue Modul schafft Anreiz und Grundlage für eine nachhaltige Verbesserung der Datenqualität in der Inventarisierung sowie für eine niederschwellige, freie Zugänglichkeit zum kulturellen Erbe Bayerns.
Das neue Modul wurde datenbankunabhängig, digital barrierefrei und zukunftsorientiert entwickelt. Es verfügt über Permalinks, eine offene API sowie Schnittstellen zu Linked Open Data (LOD). Es ermöglicht die Verknüpfung mit bestehenden Kulturportalen wie bavarikon (externer Link, öffnet neues Fenster), Deutsche Digitale Bibliothek (DDB) (externer Link, öffnet neues Fenster), Europeana (externer Link, öffnet neues Fenster) oder Wikidata (externer Link, öffnet neues Fenster). Damit wird nicht nur die Sichtbarkeit der Objekte erhöht, sondern auch ihre kontextuelle Einbettung im digitalen Kulturerbe-Netzwerk ermöglicht.
Pressebilder zum Download für die aktuelle Berichterstattung finden Sie im Pressebereich der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern: https://museumsberatung-bayern.de/ueber-uns/presse
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