Die Stiftung verfolgt den gesetzlichen Auftrag, das öffentliche und individuelle Bewusstsein für die deutsche Demokratiegeschichte und ihre Bedeutung zu stärken. Dabei richtet sie den Blick auf die vielfältigen Entwicklungen seit dem späten 18. Jahrhundert – mit all ihren Brüchen, Herausforderungen und Fortschritten. Im Mittelpunkt stehen jene Orte, an denen Demokratiegeschichte geschrieben wurde und bis heute erfahrbar ist. Unter dem Leitmotiv „Erinnern – Fördern – Vermitteln – Vernetzen – Verorten“ unterstützt die Stiftung sowohl klassische Erinnerungsorte als auch innovative Ansätze der Geschichtsvermittlung.
Mit den bisherigen Förderaufrufen konnten bereits über hundert Projekte bundesweit realisiert werden. Gefördert wurden unter anderem Theaterprojekte zur Revolution von 1848/49, Initiativen zur Migrations- und Protestgeschichte sowie digitale Formate wie Serious Games. Ausstellungen zur Friedlichen Revolution und partizipative Jugendformate bildeten einen wichtigen Schwerpunkt. Vor dem Hintergrund erstarkender demokratiegefährdender Kräfte und der zunehmenden Vereinnahmung historischer Orte durch antidemokratische Akteure setzt die Stiftung mit dem neuen Förderaufruf ein bewusstes Zeichen. Ziel ist es, demokratische Narrative zu stärken und eine vielfältige, kritische Auseinandersetzung mit Geschichte zu fördern.
Für den aktuellen Förderzeitraum gibt es keine verpflichtenden Themenschwerpunkte. Die Stiftung möchte jedoch gezielt Projekte anregen, die:
- digitale Vermittlungsformate entwickeln (z. B. Serious Games, Lernplattformen oder virtuelle
Rundgänge) - sich an bedeutenden Jubiläen orientieren, darunter: 50 Jahre Anti-Atomkraft-Proteste (Gorleben 1977), 75 Jahre Volksaufstand in der DDR (1953), 80 Jahre Berliner Luftbrücke (1948/49), 60 Jahre 1968 – gesellschaftlicher und politischer Aufbruch
- den 18. März als „Tag der Demokratiegeschichte“ in ihre Projektplanung einbeziehen
Projektanträge können bis zum 27. Juli 2026 online eingereicht werden.