Im Mittelpunkt der Tagung stehen aktuelle rechtliche und politische Veränderungen. So hat die Schiedsgerichtsbarkeit für NS-Raubgut am 1. Dezember 2025 ihre Arbeit aufgenommen, im Oktober 2025 verabschiedeten Bund, Länder und kommunale Spitzenverbände gemeinsame Leitlinien zum Umgang mit Sammlungsgut und menschlichen Überresten aus kolonialen Kontexten und seit Jahresbeginn 2026 wird die Provenienzforschung zu Kulturgutentziehungen in der SBZ/DDR erstmals eigenständig staatlich gefördert. Zugleich verändern digitale Infrastrukturen und künstliche Intelligenz die Forschungspraxis rasant. Angesichts geschichtsrevisionistischer Angriffe durch populistische und rechtsextreme Kräfte sieht der AKPF die Provenienzforschung zunehmend gefordert, ihre gesellschaftliche und wissenschaftliche Relevanz aktiv zu behaupten. Die Tagung soll das Fach in diesem veränderten politischen und kulturellen Feld (neu) verorten und stärken.
Zentraler Austragungsort der Tagung ist das Sprengel Museum Hannover. Im Rahmen der Tagung wird ein Führungsprogramm in den beteiligten Institutionen und weiteren (Kultur-)Einrichtungen Hannovers angeboten. Die Tagung wird in Kooperation mit der Landeshauptstadt Hannover, dem Landesmuseum Hannover und dem Netzwerk Provenienzforschung in Niedersachsen ausgerichtet.
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