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Objektbezeichnungsdatei (OBG)

Ein Kernelement der Inventarisierung ist die Nutzung von Normvokabular für die Verschlagwortung. Für viele Fachbereiche liegen spezifische Thesauri bzw. Normvokabulare vor. Die Objektbezeichnungsdatei (OBG) ist eine hierarchisierte Sammlung von Objektbezeichnungen für kulturhistorische Museen.

Die Objektbezeichnungen in der OBG werden seit den 1980er Jahren aus Museen in Deutschland zusammengetragen und durch eine Redaktionsgruppe, der AG OBG, bearbeitet und fortgeschrieben. Einträge in die OBG erfolgen nach formtypologischer Charakterisierung der Objekte in der Regel nicht nach Funktion, Datierung etc. Die OBG ist ein strukturiertes Vokabular. Sie ist in Hauptgruppen aufgeteilt und in jeder Gruppe werden Begriffe gelistet und diese enthalten in der Regel Unterbegriffe. Den Begriffen werden im Zuge der Bearbeitung Synonyme, Relationen zu anderen Objektbezeichnungen (Thesauri/Normvokabularen) und Definitionen beigefügt. Außerdem ist eine Bebilderung der Begriffseinträge geplant.

Initiiert wurde das Projekt von der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern, zunächst unter der Bezeichnung „Oberbegriffsdatei“ (OBG) später umbenannt in „Objektbezeichnungsdatei“ (OBG). Seit 2008 bearbeitet eine überregionale Redaktionsgruppe die Objektbezeichnungsdatei in dem von digiCULT entwickelten Vokabularverwaltungssystem xTree. Neben dem Online-Portal xTree.public bieten weitere Datenportale Kultureinrichtungen die OBG über diverse Schnittstellen zur Integration in die eigene Inventarisierungssoftware oder als Download an.

Offene Lizenzierung

Die OBG ist unter einer CC BY 4.0 (externer Link, öffnet neues Fenster) veröffentlicht und versteht sich als FAIRes Vokabular (externer Link, öffnet neues Fenster). Zitiervorschlag: AG Objektbezeichnungsdatei (OBG) (externer Link, öffnet neues Fenster) (Link: https://objektbezeichnungsdatei.de (externer Link, öffnet neues Fenster)). In einer weiteren Arbeitsgruppe der Fachgruppe Dokumentation, der AG Minimaldatensatz, sowie im Kontext von NFDI4Objects und NFDI4Culture wird aktuell eine systematische Übersicht über im Sammlungskontext relevante FAIRe Vokabulare und Normdaten erarbeitet. Darüber hinaus wird die OBG in der Minimaldatensatz-Empfehlung für Museen und Sammlungen (externer Link, öffnet neues Fenster) für die Erschließung empfohlen.

OBG auf Datenportalen

x-tree.public

xtree.public

xTree.public ist ein Online-Portal des digiCULT-Verbundes, das Zugang zu kontrollierten Vokabularen für Kultureinrichtungen bietet, die mit dem Vokabularverwaltungssystem xtree erstellt wurden. Auf xtree ist die jeweils aktuellste Version der OBG zugänglich. Neben einer zur Verfügung stehenden REST-API sind weitere Formen (externer Link, öffnet neues Fenster) der Einbindungen des Normvokabulars möglich. Zur OBG auf xtree.public (externer Link, öffnet neues Fenster).

Zenodo

PDF-Download und Datendump

Zukünftig (für 2026 geplant) wird auf Zenodo von der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern die OBG als pdf sowie als Datendump (RDF, SKOS) zum Download bereitgestellt. Diese Versionen dokumentieren einen statischen Bearbeitungsstand, der mit einem Zeitstempel und einer eindeutigen, unveränderlichen DOI versehen ist und langfristig zitiert werden kann.

DANTE

DANTE ist ein Repository der Verbundzentrale des GBV (VZG) für normierte Vokabulare. Es nimmt Normdaten und Terminologien vollständig in seine Datenbank auf und macht sie inhaltlich durchsuchbar. Hierdurch können aktuell (Nov. 2025) 376 Vokabulare mit 256.136 Begriffen (Konzepten) durchsucht werden. Sie ist eine wichtige Komponente für die Bibliotheken im GBV-Verbund sowie für die Erschließung von Sammlungen. Zur OBG bei DANTE (externer Link, öffnet neues Fenster).

BARTOC

Basic Register of Thesauri, Ontologies & Classifications

BARTOC ist ein Register, das ca. 5.000 Vokabulare und ca. 100 Terminologien (Stand 2020) auflistet. Ziel ist es, diese Beschreibungen der Vokabulare, durchsuchbar und vergleichbar zu machen sowie den Wissensaustausch zu fördern. Ein internationales Redaktionsteam betreut den Inhalt, gehostet wird BARTOC seit 2020 von der Verbundzentrale des GBV (VZG). Zur OBG auf BARTOC (externer Link, öffnet neues Fenster).

R:hovono

Register historischer und objektbezogener Vokabulare und Normdaten

Das Register historischer und objektbezogener Vokabulare und Normdaten (R:hovono) des Konsortiums NFDI4Memory soll in Zukunft digital vernetzte Forschungsdateninfrastrukturen unterstützen und zwar dadurch, dass es einen Überblick über einschlägige Vokabulare bietet, die relevant für die historisch arbeitende Community sind, und die verstreut vorliegenden Informationen zusammenführt. Zur OBG auf R:hovono (externer Link, öffnet neues Fenster)

Museumsvokabular

www.museumsvokabular.de

Die Website www.museumsvokabular.de ist ein Register museumsrelevanter deutscher und internationaler Normvokabulare. Sie umfasst Lizenzangaben zu Nutzung, Kurzbeschreibungen der Vokabulare und Verweise auf die diversen Optionen des Zugriffs (Dump, rdf, API etc.). Die Website wird von Mitgliedern der Fachgruppe Dokumentation betreut und aktuell überarbeitet. Zur OBG auf museumsvokabular.de (externer Link, öffnet neues Fenster)

Redaktionsmitglied werden! (externer Link, öffnet neues Fenster)

Museumsmitarbeitende mit Spaß an der gemeinsamen Vokabular-Arbeit sind jederzeit herzlich willkommen. Darüber hinaus können bereits erarbeitete Themenbereiche an die OBG angeschlossen werden, sofern sie nach dem Gesichtspunkt der Formtypologie aufgebaut sind. Die Redaktionsgruppe trifft sich mehrfach im Jahr an verschiedenen Tagungsorten. Melden Sie sich bei der Sprecherin der AG (öffnet Ihr E-Mail-Programm) oder bei einem der Mitglieder!

OBG-Redaktion

Die AG OBG ist seit Herbst 2023 in der Fachgruppe Dokumentation (externer Link, öffnet neues Fenster) beim Deutschen Museumsbund (DMB) (externer Link, öffnet neues Fenster) als Arbeitsgruppe vertreten. Die Redaktion besteht aus Museumsfachleuten sowie Ehemalige verschiedener Institutionen:

Yvonne Adam; Erdmute Bader; Herbert Bald; Dr. Gitta Böth, (ehemals) LWL-Freilichtmuseum Hagen; Johannes Bracht, digiCULT-Verbund eG; Werner Endres; Axel Ermert, (ehemals) Institut für Museumsforschung, Staatliche Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz; Sebastian Fischer; Franziska Grassl; Sybille Greisinger, Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern; Barbara Grimm; Dr. Hubertus Habel; Monika Hagedorn-Saupe, (ehemals) Institut für Museumsforschung, Staatliche Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz; Frank von Hagel, Institut für Museumsforschung, Staatliche Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz; Manfred Hartmann, LWL-Museumsamt für Westfalen; Marion Kaiser; Bernd Kleebaum; Manon Krause; Tom Meißner, Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena; Susanne Nickel;  Franziska Oslmeier; Dr. Tina Peschel, Museum Europäischer Kulturen, Staatliche Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz;  Dietlinde Peter; Dr. Viktor Pröstler, (ehemals) Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern; Frauke Rehder, (ehemals) digiCULT-Verbund eG; Christa Schleicher; Gregor Salatmeier; Guido Schmid;  Astrid Schulte-Zweckel, Museum der Arbeit, Stiftung Historische Museen Hamburg; Leonhard Tomczyk; Frieda Weinstein sowie weitere Mitarbeitende und Ehemaligen aus Museen und Sammlungen. 

Begriffe melden

Museumsmitarbeitende können fehlende Begriffe oder Änderungswünsche - bitte inklusive Vorzugsbezeichnung, Definitionsvorschläge und Abbildung - per Mail an die Sprecherin der AG (öffnet Ihr E-Mail-Programm) melden. Diese werden im Rahmen einer der nächsten Sitzungen von der Redaktionsgruppe aufgegriffen und besprochen. Das Museum erhält dann eine entsprechende Rückmeldung, ob ein Begriff aufgenommen werden konnte. Ggf. werden auch Empfehlungen zur Ansetzung ausgesprochen.

Veröffentlichungen der OBG

weitere Veröffentlichungen