: Museen stärken – Demokratie schützen IV: Vom Umgang mit und der Präsentation von NS-zeitlichen Objekten im Museum
Donnerstag, 10. Dezember 2026, 15:30 - 17:00 Uhr
Die Veranstaltung nimmt in den Blick, wie NS-zeitliche Objekte in Dauer- und Sonderausstellungen verantwortungsbewusst gezeigt werden können: kontextualisiert, quellenkritisch, sensibel gegenüber Opferperspektiven und ohne Verharmlosung oder ästhetische Aufwertung. Der reflektierte Umgang mit diesen Objekten kann dazu beitragen, historisches Bewusstsein zu stärken und demokratische Werte in der Gegenwart zu vermitteln.
Ort: Digital
Am Beispiel der Ausstellung „Hitler entsorgen. Vom Keller ins Museum“ vom Haus der Geschichte Österreich in Wien wird insbesondere nach der gesellschaftlichen Verantwortung im Umgang mit Relikten des Nationalsozialismus gefragt. Die Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933–1945 dokumentiert in ihrer Dauerausstellung „Ideologie und Terror der SS“ die Geschichte der lokalen SS-Aktivitäten sowie des Konzentrationslagers. Vorgestellt wird, welche Herausforderungen bei der Präsentation affirmativer Objekte berücksichtigt werden mussten und wie der Spagat zwischen politischer Bildung, Erinnerung an die Opfer sowie Aufklärung gegenüber Geschichtsverklärung und rechtsextremer Vereinnahmung des Ortes gelingen kann.
Die Referentinnen
Dr. Monika Sommer, Historikerin, ist seit 2017 Gründungsdirektorin des Hauses der Geschichte Österreich. Neben verschiedenen Museumsstationen ist sie zudem seit 2006 Co-Leiterin des /ecm-Lehrgangs für Ausstellungstheorie und -praxis an der Universität für angewandte Kunst Wien. Kirsten John-Stucke, Historikerin, leitet seit 2011 das Kreismuseum Wewelsburg. Sie ist darüber hinaus stellv. Vorsitzende des AK NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorte in NRW, im Vorstand von IC MEMOHRI (ICOM) und Mitglied in zahlreichen wissenschaftlichen Beiräten.
Organisation und Moderation
Dr. Yvonne Schülke, Landesstelle für Museen Baden-Württemberg